Was heißt eigentlich Überfettung, und was passiert beim Aussalzen? Hier die wichtigsten Begriffe kurz erklärt.
- Überfettung (ÜF)
- Der Anteil der Fette, der bewusst nicht verseift wird. Er bleibt in der fertigen Seife und macht sie milder und pflegender. In meinen Rezepten liegt er meist zwischen 7 und 12 %, bei der Salzseife bei 15 %.
- Kaltverseifung
- Fette und Lauge werden ohne zusätzliches Erhitzen verrührt. Die Seife reift danach einige Wochen.
- Heißverseifung (OHP)
- Beim Oven Hot Process wird der Seifenleim im Backofen erhitzt und verseift dadurch schneller – so wie bei der Oliven-Kokos-Seife.
- Seifenleim
- Die cremige Masse aus Fetten und Lauge, kurz bevor sie in die Form kommt.
- Trichtertechnik
- Verschiedenfarbiger Seifenleim wird abwechselnd durch einen Trichter gegossen. So entstehen Kreise und Spiralen im Anschnitt – zu sehen bei Aura- und Karottensaft-Seife.
- Marmorieren
- Der Seifenleim wird geteilt, unterschiedlich gefärbt und nur leicht vermischt – wie bei der Männerseife.
- Aussalzen
- Seife wird in Wasser gelöst und mit Salz wieder abgeschieden. So entsteht zum Beispiel aus Seifenresten eine Putzseife.
- Ätherische Öle
- Duftstoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden – etwa Lavendel, Rosmarin, Teebaum oder Litsea Cubeba.
- Tonerde & Heilerde
- Natürliche Mineralerden, die Seife sanft färben: rosa, rot, grün oder violett.
- Ölauszug
- Pflanzenteile werden einige Wochen in Öl eingelegt; das Öl nimmt Farbe und Inhaltsstoffe auf. Grundlage vieler Salben.
- Tinktur
- Ein Auszug in Alkohol, zum Beispiel aus Fichtennadeln oder Hagebutten.
- Oxymel
- Sauerhonig – ein Auszug aus Honig und Essig, etwa mit Fichten-, Kiefern- und Tannenzweigen.
- Gemmomazerat
- Ein Auszug aus frischen Knospen oder jungen Trieben in Glycerin, Alkohol und Wasser.