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Die Seifenwerkstatt

Wo meine Seifengeschichten entstehen.

Regale voller Gläser mit Salzen, Kräutern, Tonerden und Ölen: In meiner Werkstatt in Pischelsdorf rühre, gieße und schneide ich Seifen – und probiere immer wieder Neues aus.

Weißes Regal in der Seifenwerkstatt mit Gläsern voller Zutaten

Über mich

Ich bin Daniela.

Mag. Daniela Hirzer, Seifensiederin aus Pischelsdorf am Kulm in der Oststeiermark.

Seit 2013 habe ich das Gewerbe für die Herstellung von Seifen zur Körperpflege. Auf dieser Seite teile ich meine Rezepte – vom Klassiker aus Oliven- und Kokosöl bis zur Seife aus dem Seifenblock – und was ich am Wegesrand finde.

Daniela Hirzer mit Brille und olivgrüner Strickjacke im sonnigen Garten

Foto: Daniela Hirzer, Seifengeschichten

Von Öl zu Seife

So entsteht eine Naturseife.

Die meisten Rezepte auf dieser Seite sind kaltgerührt: Öle und Lauge werden ohne zusätzliches Kochen verrührt, die eigentliche Verseifung passiert danach in Ruhe. Grob läuft das in vier Schritten ab.

01

Lauge ansetzen

Natriumhydroxid wird in Wasser, Tee oder Saft gelöst – mit Schutzbrille und Handschuhen. Die Menge berechnet ein Seifenrechner aus den Ölen.

02

Fette verrühren

Feste Fette und Buttern werden geschmolzen, flüssige Öle dazugegeben. Dann kommt die Lauge dazu und alles wird zu Seifenleim gerührt.

03

Färben & gießen

Jetzt kommen Duft, Farbe und Zusätze hinein. Der Seifenleim wird in Formen oder den Seifenblock gegossen – marmoriert, geschichtet oder im Trichter.

04

Reifen lassen

Nach ein, zwei Tagen wird die Seife ausgeformt oder geschnitten. Danach reift sie einige Wochen an einem luftigen Ort, bis sie mild und fest ist.

Seifen-ABC

Die Begriffe aus meinen Rezepten.

Was heißt eigentlich Überfettung, und was passiert beim Aussalzen? Hier die wichtigsten Begriffe kurz erklärt.

Überfettung (ÜF)
Der Anteil der Fette, der bewusst nicht verseift wird. Er bleibt in der fertigen Seife und macht sie milder und pflegender. In meinen Rezepten liegt er meist zwischen 7 und 12 %, bei der Salzseife bei 15 %.
Kaltverseifung
Fette und Lauge werden ohne zusätzliches Erhitzen verrührt. Die Seife reift danach einige Wochen.
Heißverseifung (OHP)
Beim Oven Hot Process wird der Seifenleim im Backofen erhitzt und verseift dadurch schneller – so wie bei der Oliven-Kokos-Seife.
Seifenleim
Die cremige Masse aus Fetten und Lauge, kurz bevor sie in die Form kommt.
Trichtertechnik
Verschiedenfarbiger Seifenleim wird abwechselnd durch einen Trichter gegossen. So entstehen Kreise und Spiralen im Anschnitt – zu sehen bei Aura- und Karottensaft-Seife.
Marmorieren
Der Seifenleim wird geteilt, unterschiedlich gefärbt und nur leicht vermischt – wie bei der Männerseife.
Aussalzen
Seife wird in Wasser gelöst und mit Salz wieder abgeschieden. So entsteht zum Beispiel aus Seifenresten eine Putzseife.
Ätherische Öle
Duftstoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden – etwa Lavendel, Rosmarin, Teebaum oder Litsea Cubeba.
Tonerde & Heilerde
Natürliche Mineralerden, die Seife sanft färben: rosa, rot, grün oder violett.
Ölauszug
Pflanzenteile werden einige Wochen in Öl eingelegt; das Öl nimmt Farbe und Inhaltsstoffe auf. Grundlage vieler Salben.
Tinktur
Ein Auszug in Alkohol, zum Beispiel aus Fichtennadeln oder Hagebutten.
Oxymel
Sauerhonig – ein Auszug aus Honig und Essig, etwa mit Fichten-, Kiefern- und Tannenzweigen.
Gemmomazerat
Ein Auszug aus frischen Knospen oder jungen Trieben in Glycerin, Alkohol und Wasser.
Große Vorratsgläser mit Salzen und Kräutern in der Seifenwerkstatt

Foto: Daniela Hirzer, Seifengeschichten

Aus der Werkstatt

Alles hat seinen Platz.

Salze, getrocknete Blüten, Kräuter und Tonerden warten in großen Gläsern auf ihren Einsatz. Was davon in welcher Seife landet, steht in den Rezepten.

Die größte und einzige Aufgabe ist es, glücklich zu leben.